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| IBA Stadtumbau 2010 |
Im Jahre 1990 besaß Wanzleben noch ca. 6100 Einwohner.
Seitdem teilt es das Schicksal einer rückläufigen Einwohnerzahl vieler ostdeutscher Städte nach der Wende.
Mit dem Verlust des Kreisstadtstatus im Jahre 1994 gingen Wanzleben auch bis dahin gewohnte finanzielle Möglichkeiten verloren.
Wohnungsleerstand, Geburtenrückgang und Abwanderung stellen Wanzleben vor die Aufgabe, mit Hilfe eines gezielten Stadtumbaus den daraus resultierenden Problemen entgegen zu wirken und als Wohnstandort attraktiv zu sein.
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| IBA-Thema für Wanzleben: Urbane Familienfelder |
Wanzleben gehört seit Juni 2004 zu den IBA-Städten, die mit ihrem Thema Kontrapunkte zum Einwohnerrückgang setzen.
Das Thema "Urbane Familienfelder" behandelt die Stellung und die Chancen von Familien in der Stadt ebenso wie die sozialen Potentiale des Gemeinwesens Stadt.
Wanzleben unternimmt dabei nicht mehr und nicht weniger, als seine Ressourcen zu stärken.
Die intakten sozialen Strukturen und Organisationsformen der Stadt spiegeln sich in einem noch soliden Angebot von Schulen und Kindertagesstätten, von über 45 Vereinen und in zahlreichen kulturellen und Freizeitangeboten wieder.
Der Abwanderung soll mit einer qualitativen Verbesserung begegnet werden: Die Qualifizierung des sozialen Gefüges in der Stadt wird zu einem Instrument der Bindung.
Wanzleben knüpft dabei an positive Erfahrungen mit der Stabilisierung sozialer Infrastrukturen, etwa im Gesundheitsbereich, an.
Der Schlüssel liegt aus der Sicht der Stadt in einer innovativen Familienpolitik und dem Profil einer familienfreundlichen Stadt.
Familienpolitik bedeutet dabei nicht nur, die Kleinfamilie zu fördern, sondern zukunftsorientiert das System der Familie auf unterschiedlichen Feldern zu interpretieren, zu kritisieren, zu erweitern und gewissermaßen als einen urbanen Baustein einer aufgeklärten Gesellschaft zu stärken.
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| Resümee 2010 |
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Die Stadt Wanzleben hat zur Kenntnis genommen, dass das Phänomen der Schrumpfung keineswegs nur in Sachsen-Anhalt vorkommt.
Aus den "Urbanen Familienfeldern" lassen sich wegweisende Ansätze entwickeln, die auch international auf Interesse stoßen und in den Diskurs eingebracht werden.
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